Fliegergemeinschaft Hangelar

... gute Nachbarschaft

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Start Flugplatz Bonn-Hangelar
Über den Flugplatz

Der Verkehrslandeplatz Bonn/Hangelar kann auf eine lange und bewegte Geschichte zurückblicken. Vor mehr als 100 Jahren führte Fritz Pullig am 17. Juli 1909 den ersten erfolgreichen Flugversuch durch. Die Maschine kam frei, stieg auf etwa 6 Meter Höhe und legte eine Flugstrecke von 400 Metern in 40 Sekunden zurück: Es war die Geburtsstunde des Hangelarer Flugplatzes.

Nachdem sich ein kleines Flugunternehmen in Hangelar niedergelassen und einen ersten Flugzeughangar gebaut hatte, nahm der Flugbetrieb allmählich zu. Das unerwartet frühe Ende des Unternehmens bedeutete nur kurzzeitig eine Unterbrechung. Eine neue Flugschule gab der Entwicklung weitere Impulse. Zu Beginn des 1. Weltkriegs mußten aber die Aktivitäten eingestellt werden. In der Anfangszeit des Krieges spielte der Flugplatz keine bedeutende Rolle. Zum Schutz kriegswichtiger Betriebe und der Rheinbrücken kam in den letzten Kriegsjahren eine Kampfeinsitzer-Staffel nach Hangelar und erlebte dort auch das Kriegsende. Während der Besatzungszeit wurde der Flugplatz mit englischen und französischen Fliegereinheiten belegt. Nach Abzug der Besatzungstruppen konnte ab 1926 der Flugbetrieb wieder aufgenommen werden; Schulungen, Passagier- und Rundflüge sowie die Stationierung von Privatmaschinen führten zu einem stetigen Anstieg der jährlichen Flugbewegungen. Zahlreiche Flugtage machten den Flugplatz auch international bekannt. Bedeutende Persönlichkeiten der deutschen Luftfahrt wie Liesel Bach, Albert Falderbaum, Reimar und Walter Horten wie auch Erich Warsitz machten in Hangelar ihre ersten fliegerischen Erfahrungen. Mit der Übernahme durch das Deutsche Reich verlor Hangelar ab 1936 nach und nach seinen zivilen Charakter. Während des 2. Weltkriegs kamen verschiedene Einheiten der deutschen Luftwaffe mit dem Fliegerhorst Bonn/Hangelar in Berührung. Mit dem Ende des 2. Weltkriegs kam auch die deutsche Luftfahrt zum Erliegen.

Nachdem 1952 der Segelflug wieder erlaubt war, öffnete eine Segelflugschule in Hangelar ihre Pforten. Auch die Luftsportvereine kehrten zurück und begannen das zerstörte Flugfeld wieder herzurichten. Trotz großer finanzieller und materieller Schwierigkeiten begann sich allmählich wieder ein reger Flugbetrieb zu entwickeln. Der neu aufgestellte Bundesgrenzschutz erhielt Hangelar als Standort zugewiesen. 1953 erfolgte die Gründung der ”Flugplatzgesellschaft Hangelar mbH“.

Nachdem die Bundesrepublik am 5. Mai 1955 wieder die Lufthoheit erhalten hatte, erwachte auch der Motorflugsport zu neuem Leben. Ein Meilenstein in der Nachkriegsgeschichte des Flugplatzes ist die Gründung der ersten Motorfliegerschule ”Jugendhorst Europa“ durch Pater Paul Schulte (OMI). Auch der Start zum 1. Deutschlandflug erfolgte in Hangelar. Die folgenden Jahre sind durch eine dynamische Entwicklung im Motor- und Segelflugbereich gekennzeichnet; ein vorläufiger Höhepunkt wurde Mitte der siebziger Jahre mit nahezu 92.000 Flugbewegungen erreicht.

In jüngster Zeit wurde mit den Neubauten der ADAC Luftfahrt Technik GmbH (ALT), der Hubschraubertochter des ADAC, und des weltweit ersten Trainingszentrums für Hubschrauberpiloten, Notärzte und Rettungsassistenten im Luftrettungsdienst (HEMS-ACADEMY) wichtige Impulse für die wirtschaftliche Weiterentwicklung des Flugplatzes und seiner näheren Umgebung gesetzt.

Das 100jährige Bestehen des Flugplatzes wurde am 22. und 23. August 2009 mit einem großen Flugplatzfest gefeiert.